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Die Familie – Eine Proklamation an die Welt: Warum sie heute nötiger ist denn je

Einleitung: Pferde und Kinder

Es klingt zunächst ungewöhnlich, doch der Vergleich ist treffend: In unserer modernen Welt haben Kinder – und die Familie insgesamt – ein ähnliches Schicksal erlitten wie Pferde. Einst zentral und unverzichtbar, sind sie heute für viele scheinbar „nutzlos“ geworden. Die Gesellschaft funktioniert (zumindest auf den ersten Blick) auch ohne große Familien, und Kinder werden zunehmend als Belastung, Kostenfaktor oder Hindernis betrachtet.

Die Ökonomin Catherine Ruth Pakaluk beschreibt diese Entwicklung schonungslos klar:

„Diejenigen, die heute noch Kinder haben wollen, müssen sich mit dieser Gesellschaft abfinden, die Kindern keine Priorität einräumt, nicht auf Kinder ausgerichtet ist und wenig Grund sieht, Rücksicht auf Kinder zu nehmen.“

Und genau hier setzt Die Familie – Eine Proklamation an die Welt an: Sie benennt die Missverständnisse unserer Zeit und zeigt Wege auf, die zu gesellschaftlicher Stabilität, Glück und echter menschlicher Entfaltung führen.


1. Kinder sind keine Last für den Planeten

Eines der hartnäckigsten Missverständnisse unserer Epoche lautet: Kinder schaden der Erde.
Doch die Heilige Schrift widerspricht dem unmissverständlich. In LuB 104:17 heißt es:

„Denn die Erde ist voll, und es ist genug vorhanden, ja, dass noch übrigbleibt.“

Das göttliche Gebot „Seid fruchtbar und mehret euch” ist nicht veraltet. Es ist ein Ausdruck von Vertrauen Gottes in seine Kinder – und in die Fülle der Welt, die er geschaffen hat.
Kinder sind keine Bedrohung. Sie sind Zukunft. Hoffnung. Erneuerung.


2. Die Familie als Fundament von Glück und Wachstum

Die Proklamation betont: Die Familie ist zentral für unser Glücklichsein.
Warum? Weil sie der Ort ist, an dem wir am tiefsten wachsen, am meisten herausgefordert werden und am stärksten lieben lernen.

Martin Luther sagte:

„Die Ehe ist die Schule (nicht die Kulmination) der Liebe.“

In Familien lernen wir Geduld, Großzügigkeit, Vergebung, Opferbereitschaft und Verantwortungsgefühl. Sie sind der Mikrokosmos, in dem wir Christusähnlichkeit praktisch üben.

Doch genau diese Schule geht zunehmend verloren. Unsere Zeit kennt kaum noch Institutionen, die stabile Beziehungen lehren oder schützen – Kirchen und Religionen eingeschlossen. Gleichzeitig werden die Stimmen, die Ehe, Mutterschaft und Vaterschaft feiern, immer leiser.

Joseph Smith prophezeite:

„Es wird eine Zeit kommen, da niemand mehr außer den Heiligen noch Kinder bekommen will.“

Wir stehen dieser Zeit erschreckend nahe.


3. Warum die Ehe gut ist – für Frauen und für Männer

Für Frauen:

Ehe bedeutet Sicherheit, Geborgenheit und häufig erst die Freiheit und den Mut, Kinder zu bekommen.
Von unserem eigenen sozialen Umfeld wissen wir: Diejenigen, die Kinder haben, sind fast ausschließlich jene, die in stabilen Beziehungen leben.

Für Männer:

Ehe ist der Raum, der Männer erwachsen werden lässt.
Die moderne Kultur, die Männern Sex ohne Verantwortung angeboten hat, hat damit eine der schlechtesten Ideen unserer Zeit hervorgebracht: Bindungslosigkeit.

Echte Männlichkeit entsteht nicht durch Isolation, sondern durch Verantwortung – vor allem für Ehefrau und Kinder.

Kein Geschlechterkampf

Die Proklamation stellt klar:
Es gibt keinen „Grundkonflikt“ zwischen Mann und Frau, den die Gesellschaft auflösen müsste. Männer und Frauen sind nicht Konkurrenten – sie sind ein Team. Die kleinste himmlische Einheit ist die Ehe. Einander ergänzend, nicht austauschbar. Frauen müssen nicht wie Männer werden – und Männer nicht wie Frauen.


4. Ohne Familie verliert die Erde ihren Sinn

Der Prophet Maleachi macht es deutlich:
Ohne die Bindungen zwischen den Generationen verliert die Erde ihren Zweck.

Die Proklamation wiederholt diese Warnung:

„Weiter warnen wir davor, dass der Zerfall der Familie über die Menschen, Länder und Völker das Unheil bringen wird, das in alter und neuer Zeit von den Propheten vorhergesagt worden ist.“

Das ist keine Drohung – es ist eine Beobachtung.
Wo Familien zerbrechen, zerfällt die Gesellschaft.
Wo Kinder keinen Platz mehr haben, verliert die Zukunft ihren Halt.


Fazit: Unser Auftrag heute

Wir stehen in einer Zeit, in der Familie nicht mehr selbstverständlich ist. Doch gerade deshalb ist sie wertvoller denn je. Die Proklamation erinnert uns daran:

  • Kinder sind ein Segen, nicht eine Belastung.
  • Ehe ist eine göttliche Partnerschaft, kein gesellschaftliches Konstrukt.
  • Familie ist der wichtigste Ort für menschliches und geistiges Wachstum.
  • Und ohne starke Familien verliert die Welt ihren moralischen und geistigen Kompass.

Vielleicht ist es also Zeit, dass wir wieder mutiger bekennen:
Familie ist ein Geschenk – und eine göttliche Aufgabe.

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